Donnerstag, 22. Oktober 2015

Es wird nochmals spannend......

.......auf dem Seeweg zwischen Kobe/Japan und Busan/Korea.
 Es besteht Lotsenpflicht in der Kammon Strait zwischen den Inseln Honshü und Kyüshü.
Die Strömung der Tide erreicht bis zu 7 kn. Unsere Durchfahrt ist auf 08:00  an der Lotsen Station festgesetzt.



Es drängeln sich einige Schiffe in beiden Richtungen um diese  Zeit durch den Meerenge. Die Strömung ist max 3kn.




Auf der Nordseite befindet sich Hiko Shima, eine mittelgroße Stadt








Auf der Südseite ist der Schwerpunkt die Schwerindustrie, Hochöfen, Kokserzeugung und Werften






Der voraus fahrende Tanker fährt einige Schlangenlinien nachdem der Lotse von Bord ist. Mal ist er Steuerbord mal Backbord vor uns.







Dann ist er genau vor uns, fährt aber 2 kn weniger und der Wachhabene Offizier setzt zum Überholen an. 







Während des Überholens schert er wieder nach Steuerbord aus,
Verkehrsraudi auf See.


 Nach der Durchfahrt durch die Kammon Srait sahen der 3.Offizier und ich auf dem Radar ein relativ großes Echo ca 1,5 NM vor uns, den Kurs kreuzend mit 15kn speed. Mit dem Fernglas war nichts zu erkennen, großes Rätsel, einfache Auflösung, nachdem der Vogelschwarm dicht am Schiff vorbei flog.


Heute abend 17:00 Pilotstation Busan, 18:00 am Liegeplatz


Invasion in Kobe

Um 05:00 kommt der Lotse an Bord, mit 2 anderen Container Schiffen gleichzeitig erreichen wir den  Hafen.
8326
Kobe mit Osaka sind die größten Umschlaghäfen in Japan. Auch die Schwerindustrie, wie Kawasaki und Mitsubishi.
2 Airports, die beide nicht ausgelastet sind.
Das letzte schwere Erdbeben hat über 3000 Menschen das Leben gekostet.

Um 09:00 kommt die  Invasion an Bord, Zoll und Immigration insgesamt 30 Personen. Auch auf der Seeseite lauert ein Zollboot, Taucher kann ich keine entdecken.






 Die Leute vom Zoll sind mit schwerem Werkzeug ausgerüstet, aber zu gewalttätigen Einsätzen kommt es nicht. Alles, was zu Öffnen ist, wird geöffnet.
Sie nennen es Routine Check. Aus versteckter Position gelingen auch einige Fotos.





Durchsage vom Chiefmate:
Die Crew soll in ihren Kabinen auf die Durchsuchung warten, dann kommen sie in Gruppen.
1. Gruppe mit Spürhunden suchen sie nach Drogen, sie haben 3 Hunde, die sich ablösen, dieser darf sich in seiner Box ausruhen und die Nase regenerieren.





2. Gruppe sucht nach ?????????
3. Gruppe sucht nach ?????????
Jede Gruppe hinterläßt ihr Kontrollzeichen neben der Tür.




Im Schiffs Office sitzen 5 Leute und machen sich über die Pässe her.
Sie stolpen über meinen Namen und wollen mehr wissen. Warum an Bord, wie und wo ich die Reise gebucht habe, welche Ziele ich habe. Im ersten Moment bin ich sprachlos, denn ich bin Supernumerary, also Teil der Crew und kein Passagier. Offentsichtlich ist da eine Panne passiert zwischen der Liste  des Agenten und der Liste des Captains, alles ok.

Wonach sie gesucht haben, weiß keiner, den wir kommen ja nicht aus Bolivien oder Westafrika und gefunden wurde auch nichts, nicht eimal eine falsche Angabe der Temperatur eines Reefers.
Letztendlich war es für die Behörden eine Übung.

Um 11:30 verschwinden sie.






Keine Zeit für Landgang, denn um 13:00 laufen wir aus, denn ich hätte so gerne gesehen, was IKEA den Japanern verkauft



Mittwoch, 21. Oktober 2015

Super Segelyacht vor Tokyo



nein, nur die Entlüftung eines Autobahntunnels


und ein Kraftwerk in Kawasaki, morgens bei der Ausfahrt aus Tokyo. Schade, keine gute Sicht. Smog? Nein sagt der Lotse, ist Wetter bedingt.



Dienstag, 20. Oktober 2015

Tokio bei Nacht

ansonsten, ohne Tokio, denn morgen um 05:30 laufen wir aus.

In der Nähe des Containerhafens, (Schiff gelb eingezeichnet) fährt ein Vorortzug in eines der Zentren von Tokio, Shimbashi. Fußläufig ist die Haltestelle  in 20 min zu erreichen. Fahrkarten kann man am Automaten ziehen, der nimmt aber nur Yen. Im Einkaufszentrum steht  ein Wechselautomat, Glück muß man haben, ihn zu finden.




Der Zug wird automatisch gesteuert und ist gut besetzt, Menschen, die aus den Büros kommen, gut gekleidet, es ist bereits 21:00 und alle tun das Gleiche








Außer Geschäfthäuser und Shoppingcenter wären da noch der Bierkeller Tokyo und ein Karaoke Entertaiment







Auf dem Rückweg verlasse ich den ZUg am Einkaufzentrum.

Das Riesenrad macht um 22:00 dicht, die Daten beeindruckend




Dann ist da noch ne riesige TOYOTA Auto Schau





um 23:00 bin ich wieder im Hafen

Tokio nach 11 Tagen auf See

Auf der Brücke liegt eine mail, gesendet vom Agent, via Hafenbehörde Tokio.
Der Ablaufplan über die Zufahrt zum Liegeplatz.
16:00 Pilot Station  (09:00 in Deutschland)
16:15 Uraga Bouy Nr. 1
17:45 Ankunft Tokio Bay
18:00 Ankunft Tokio West Passage
18:45 Berth (Liegeplatz)
19:00 Beginn Laden
05:30 ETD 21.10. Kobe, der nächste Hafen.

Nach dem Fahrplan auf der AGLAIA kann man die Uhr stellen, nach 11 Tagen auf See von Tauranga und ebenso gilt das für die gesamte Reise. Es wird die Zeit auf 18kn Durchschnittgeschwindigkeit berechnet. Entweder man reduziert die Geschwindigkeit oder erhöht sie, sollte es nicht passen. Max Speed der AGLAIA 25 kn.








Das Wetter heute, leicht bewölkt, sonnig, 26°C, die Sicht ist knapp 10NM.
Reger Schiffsverkehr steuert auf die Bucht zu.



Auf dem Peildeck wird die Gastlandflagge gesetzt



2 Lotsen kommen an Bord








Leider wird es um 17:00 dunkel, Sonnenuntergang über Yokohama



Montag, 19. Oktober 2015

Rayen, Filipino, möchte deutsch lernen

er ist  Stuart, oder auch messman an Bord.

Er ist vor einiger Zeit auf einem Feeder in der Ostsee unterwegs gewesen und auch in Hamburg an Land gegangen. Einige Worte der Höflichkeit kennt er.
Ich komme morgens 07:45 zum Frühstück  in die Messe. Alle Offiziere und Ingenieure sind auf ihren Positionen, bis auf den Chief Mate, der seine Wache um 08:00 beendet hat.
Nach moin moin, anwortet er auch mit moin moin. Er serviert mir die bestellten Spiegeleier und hat dann Zeit.
Dann schreibt er auf englisch, was er gerne wissen möchte, ich schreibe den Text auf deutsch und dann üben wir die Aussprache.
Gar nicht einfach, e wie i, i wie e, dann ö;ä und ü. 
Inzwischen kommt auch der Captain zum Frühstück und amüsiert sich, ist aber auch als Pole interessiert an deutschen Ausdrücken.

"Mahlzeit" hab ich zum Mittagessen eingeführt, so nach und nach gewöhnen sich auch die Russen, Ukrainer und Rumänen daran.

By the way,
Auf allen Schiffen, auf denen ich  zuvor als Passagier Gast war,  gab es am Samstag "Eintopf", auch der Begriff ist international.
Auf diesem Schiff ist alles anders.
Hier  gibt es jede Woche   Cheeseburger zum Abendessen, 

Sonntag, 18. Oktober 2015

Grillparty am Samstag...

war nicht der Renner, wie ich es auch anderen Schiffen erlebt habe.
Es waren auch die Wetterumstände, Schwell und Rollen des Schiffes, daß die Party nicht auf dem Achterdeck statt fand, sondern auf dem Außenbereich von Deck A. Hier ist nur Platz zum Grillen. Jeder der 20 Leute sollte sein Steak oder Würstchen selbst Grillen, Gedränge am Grill.

Gegessen wurde im Crew Aufenthaltsraum. Die Offiziere und Ingenieure verschwanden nach dem Essen.

Normalerweise Karaoke für die Filipinos, es waren aber auch nur 3 anwesend, Stimmung gleich Null.
Kapitän und ich waren die Letzten, wir haben uns seht gut unterhalten.